Industrie 4.0 – Eigenständigkeit als zentraler Erfolgsfaktor

Kein Wirtschaftskongress, keine Wirtschaftszeitschrift, wo das Schlagwort «Industrie 4.0» nicht fällt. Doch wie rüstet sich die Industrie für die existentielle Herausforderung der Digitalisierung von Produktionsprozessen?

Schon heute ist die Industrieproduktion durch eine starke Individualisierung von Produkten gekennzeichnet, Produktion und hochwertige Dienstleistungen verkoppeln sich immer stärker miteinander. In dieser Veränderung wittern große Unternehmen und Konzerne die Möglichkeit, individueller, punktgenau und flexibler auf Kundenwünsche einzugehen. Studien gehen sogar davon aus, dass sich die Produktivität einzelner Branchen durch «Industrie 4.0» um bis zu 30 Prozent steigern ließe (Quelle: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie).


Die Zukunft gehört der Markenführung
Die Industrie 4.0 fördert die Zunahme des direkten Wettbewerbs zwischen den Unternehmen, die bisher völlig unabhängig am Markt existierten. Die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen hat zur Folge, dass die Eigenständigkeit einer Marke immer stärker zum entscheidenden Faktor für den Erfolg im wirtschaftlichen Wettbewerb wird. Nach dem Motto: Wiedererkennbarkeit bei maximaler Flexibilität gewährleisten. Und nicht zuletzt die Schärfung des Profils für das Fachkräfte-Recruiting. Je attraktiver die Unternehmensmarke, desto größer die Chance, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.


Technische Denkweise als grösste Hürde für die Markenführung
Experten der Designbranche, Markenexperten und Unternehmen sind sich einig, dass die Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der Industrie 4.0 bis ins Detail konsequente Markenführung verlangt. Die auch heute leider noch stark präsente technische Denkweise des Topmanagements in der Industrie schürt ein fehlendes Bewusstsein für die wirtschaftliche Relevanz von Markenführung – gerade im B2B-Bereich. Dabei wirkt Markenbildung identitätsstiftend, stabilisierend und wertschöpfend.


Vorbereitung auf die vierte industrielle Revolution
Die Erlebbarkeit einer Marke fordert die perfekte Orchestrierung aller Unternehmensbereiche - im Sinne eines Gesamtkonzepts. Digitale Teilprojekte unter dem Schlagwort «Industrie 4.0» zu bezeichnen ist reine Augenwischerei. Es geht darum Produkte und Dienstleistungen, Marketing, Vertrieb und Human Resource aufeinander abzustimmen. Sich heute gemeinsam Gedanken zu machen, wie das Unternehmen künftig mit Menschen kommunizieren will und kann. Welche Beziehungskultur und -kompetenz muss gefördert und von Führungskräften vorgelebt werden, um den Kontakt mit Kunden und Mitarbeitern langfristig aufrechtzuerhalten. Grundlage bildet eine Kultur, die auf geteilten Werten und auf Vertrauen basiert. Wer seine Werte sicher zu vertreten weiss, vertraut – und wer vertraut, der bindet sich gern und freiwillig. Der erste Schritt dazu ist das Implementieren und Umsetzen einer stringenten Markenführung auf allen Ebenen des Unternehmens.

Summary

  • Die Industrie 4.0 fördert die Zunahme des direkten Wettbewerbs zwischen Unternehmen, die bislang völlig unabhängig voneinander am Markt existierten.

  • Durch Industrie 4.0 kann die weltweit führende Rolle der Industrie gesichert werden. Markenführung 4.0 bedeutet, zukunftsfähig zu werden und zu bleiben.

  • Markenführung für die Industrie nimmt ganz allgemein einen immer größeren Stellenwert ein.

  • Die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen hat zur Folge, dass die Eigenständigkeit einer Marke immer stärker zum entscheidenden Faktor für den Erfolg im wirtschaftlichen Wettbewerb wird.

  • Um aus einem Unternehmen eine sympathische Marke zu machen, dem Konsumenten vertrauen, braucht es eine konsequent durchgeführte Markenstrategie.

  • Schärfung des Profils für Fachkräfte-Recruiting: Die Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten von «Industrie 4.0» steht und fällt mit dem Anwerben hochqualifizierter Fachkräfte. Je attraktiver die Unternehmensmarke, desto größer die Chance, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.
 
Ein Impuls von Colinda Kürschner

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